5 Fragen an Christoph Bauer

Am 29. Juli 2015 laden wir zum letzten Mal vor der Sommerpause zu #SNMUC ins Lazy Moon im Filmcasino ein. Auf der Bühne erwarten wir eine Reihe hochkarätiger Speaker – darunter auch Christoph Bauer, der spannende Insights aus Unternehmen mitbringen wird.

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Wer bist Du, woher kommst Du und was machst Du?

Ich bin ein digitaler Tausendsassa, der über die Kommunikationswissenschaft zu Social Media, über Social Media zu Social Business und über Social Business zur Unternehmenskultur gekommen ist. Da bleibe ich auch erst mal und denke derzeit viel darüber nach, wie wir Mitarbeiter glücklicher machen können. Ob es dabei um Technologie, Prozesse oder Mitarbeiter geht, ist erstmal zweitrangig.

Wie digital bist Du?

Siri sagt 72,81% mit Tendenz nach unten 😉 Im Ernst: Ich beruhige mich derzeit, was Hypes und Trends angeht und versuche, etwas umfassender auf moderne Organisationen zu blicken. Und da liegt halt vieles im Argen, was nicht Digital ist – zum Beispiel Bonisysteme wie Stackranking, herrische Führungsstile oder die Unfähigkeit, mit Bewerbern menschlich umzugehen.

Worüber wirst Du bei #SNMUC sprechen?

Über obiges und mehr. Mit der Weile sieht man viele Artefakte des Corporate-Lebens, die einen aufregen – entweder durch eigene Erfahrungen oder durch Schilderungen von Kollegen und Freunden. Ich packe diese Artefakte mal zusammen und will die Absurdität einiger dieser Zustände aufzeigen. Und damit es nicht nur ein großer Rant wird, werde ich versuchen Humor und kleinere Lösungsvorschläge nicht zu kurz kommen zu lassen. 

Was macht Dein Thema spannend und interessant?

Es geht alle an, die in größeren Unternehmen arbeiten und deren Produktivität und Motivation täglich durch unterschiedliche Probleme gedrückt wird. Dabei liegt mir das Wohl der Arbeitenden besonders am Herzen: Wenn diese mit einem Lächeln nach Hause gehen anstatt mit gesenktem Kopf – welche Auswirkungen hat das auf unsere Gesellschaft? Der Zeitpunkt ist auch genau richtig: Technologie und der dadurch entstehende Druck innovativ zu sein und Kreativität zu zeigen erfordert ein Umdenken in vielerlei Aspekten. Excel-Akrobatik wird bald von Algorithmen übernommen und wir können uns wieder auf die menschlichen Kernkompetenzen fokussieren. Dazu muss aber das Umfeld stimmen, und daran arbeite ich.

Welchem digitalen Trend folgst Du derzeit am liebsten?

Zum Glück muss ich derzeit gar keinem Trend folgen, als typischer Millennial suche ich gerade eher nach „Sinn“. Ich orientiere mich gerade neu und nehme mir die Zeit, um etwas Abstand zum schnelllebigen Digital-Business zu gewinnen. Ich lese, koche und reise viel und suche derzeit nach einer Herausforderung, die weniger Buzzwords verlangt und sich mehr um konkrete Verbesserungen für Mitarbeiter dreht. Digitale Askese, wenn man so will. Das Macbook bleibt zu, das bunte Treiben auf Twitter und Facebook läuft auch ohne mich weiter. Das gibt viel Kraft für die kommenden Aufgaben. Ich schaue natürlich ab und zu mal rein und mache persönlichen Kram, klappe das Ding aber gleich wieder zu, wenn ich wieder irgendein „Buzzword 4.0“ oder die neueste Marketingmasche für den Verkauf von irgendwelchen Schokoriegeln sehe.